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Screening auf Zervixkarzinom startet zum 1. Juli 2019

Vom 1. Juli 2019 an startet das Programm zur Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs.

Frauen zwischen 20 bis 34 Jahren haben wie bisher Anspruch auf eine zytologische Untersuchung pro Jahr (Pap-Test). Ab 35 Jahren besteht die Möglichkeit, alle drei Jahre eine Kombinationsuntersuchung (Pap-Test und HPV-Test) in Anspruch zu nehmen.

Daneben haben alle Frauen ab 20 Jahre Anspruch auf eine jährliche klinische Untersuchung.

Die gesetzlichen Kassen informieren ihre weiblichen Versicherten von nun an alle 5 Jahre bis zum 65. Lebensjahr über die Untersuchungen.

 

Quelle: Der Hausarzt 11/2019

Kassen müssen (fast) alle Impfungen zahlen

Im Rahmen des Terminservice- und Versorgungsgesetzes (TSVG) ist der Leistungsanspruch der Versicherten auf Schutzimpfungen erweitert worden.

Gesetzliche Krankenkassen müssen jetzt auch die Kosten für Impfungen übernehmen, bei denen ein Leistungsanspruch gegenüber anderen Kostenträgern besteht, z.B. für Impfungen aufgrund beruflicher Indikation, bei denen bislang der Arbeitgeber in der Pflicht stand.

Kassenleitung werden nun auch Impfungen, die aufgrund beruflicher Auslandsaufenthalte, wegen Ausbildung oder Studium nötig sind.

Diese Regelungen gelten allerdings voraussichtlich erst im September 2019.

 

Quelle: MMW Fortschritte der Medizin, 2019.9/161

HPV-Impfung auch für Jungen

Die ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt nun, auch Jungen im Alter von 9 bis 14 Jahren gegen Humane Papillomviren (HPV) zu impfen. Versäumte Impfungen sollten spätestens bis zum 18. Lebensjahr nachgeholt werden.


Bislang galt diese Impfung nur für Mädchen. Voraussichtlich erst Anfang 2019 wird der rechtswirksame Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) vorliegen und die HPV-Impfung für Jungen in den Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen aufgenommen. Einige große Krankenkassen haben aber schon angekündigt, dass sie die Kosten für die Impfung ab sofort übernehmen.
Durch die HPV-Impfung von Jungen können Erkrankungen, zum Beispiel im Genitalbereich, vermieden werden. Zudem wird schneller ein Schutz der Gesamtpopulation erreicht, da vor allem männliche Sexualpartner die Überträger der humanen Papillomviren sind. Sie können bei Frauen unter anderem Gebärmutterhalskrebs auslösen und auch bei Männern zu Krebs führen. Die Impfung sollte daher vor dem ersten Sexualkontakt erfolgen.

Probatorische Sitzungen - Terminservice kommt zum 1. Oktober

Ist eine ambulante Therapie „zeitnah erforderlich“, soll es binnen vier Wochen einen Temin geben.

Berlin. Die Teminservicestellen müssen ab Oktober auch Termine für probatorische Sitzungen bei Psychotherapeuten vermitteln. Darauf weist die KBV in ihren Praxisnachrichten hin. Voraussetzung dafür sei, dass eine zeitnahe Behandlung erforderlich ist. Um dies angeben zu können, ist das entsprechende Formular PTV 11 angepasst worden. Die alten Formulare verlieren mit dem 1. Oktober diesen Jahres ihre Gültigkeit.

Jeder Patient bekomme zum Abschluss der Psychotherapeutischen Sprechstunde eine individuelle Patienteninformation auf dem Formular PTV 11. Diese enthalte einen Befundbericht mit Ergebnissen und Empfehlungen für das weitere Vorgehen. Kreuzen Psychotherapeuten darauf ab Oktober an, dass eine ambulante Therapie „zeitnah erforderlich“ ist, hat der Patient Anspruch darauf, von den Terminservicestellen der Kassenärztlichen Vereinigungen innerhalb von vier Wochen einen Termin für eine probatorische Sitzung vermittelt zu bekommen, so die KBV. Die Psychotherapeuten müssen ihre freien Termine bei der KV melden.

Die neuen Formulare werden zum Stichtag 1. Oktober eingeführt. Das heißt, die Praxen müssen neue Formulare bestellen, entweder über die zuständige KV oder direkt bei der Druckerei. (eb)